Sonntag, 31. Mai 2015

38. Und irgendwie sind wir doch alle Helden

Hallo ihr Lieben :)

Es tut mir sehr leid, das ich euch nicht viel Neues zu berichten hab, aber die meisten Sachen sind für mich schon Alltag geworden. Angefangen beim (viel zu frühen) Aufstehen um 7 Uhr, das Haus um 8 Uhr zu verlassen (seit neustem mit Morgenfrost), fast täglich zum Bus zu rennen und aufgrund des Verkehrs trotzdem zu spät zur Schule zu kommen. Bei Sonnenschein in den Pausen mit meinen liebenswerten Lateinamerikaner(innen) am Shop zu sitzen und sich heiße Schokolade zu teilen und wenn es regnet im Gang mit 100 anderen Schülern zu sitzen. Nach der Schule je nach Wetter entweder noch in Browns Bay zu bleiben oder die Trockenphasen abzupassen um so schnell wie möglich nach Hause zu kommen. Öfters begegnet mir auch das niedliche schwarze Kätzchen was von jedem gestreichelt werden will. Und bald muss ich diesen Alltag verlassen, um genau zu sein in 40 Tagen! Ich fühl mich momentan noch nicht bereit alles was ich aufgebaut habe zu verlassen. Und es wird auch schwierig, mal ein Leben das man in 6 Monaten aufgebaut hat für immer zu verlassen, denn wenn ich gehe, gehen auch ein Großteil der anderen Internationals.

Und dann lasse ich mein Abenteuer Neuseeland Revue passieren... Ich bin mir sicher das ich mit Neuseeland und dem Rangitoto College die richtige Wahl getroffen habe. Wenn ich mich für einen Term entscheiden müsste welcher der bessere ist? Vom Wetter her auf jeden Fall der erste. Vom sozialen Leben und eingewöhnen her eher der zweite. Aber ich denke beide Terms sind gleich wichtig (zumal Term 2 noch nichtmal richtig rum ist), beide haben mich geprägt und haben mich wachsen lassen.

So und um jetzt noch zum Titel zu kommen: Helden müssen nicht unbedingt super toll sein und eine Superkraft haben. Aber in einer Weise sind wir Austauschschüler doch irgendwie alle Helden. Sie verlassen ihre Heimat für einige Monate und bauen sich woanders ihre eigene kleine "Welt" auf, nur um sie am Ende zu verlassen. Ob das gerecht ist? Wahrscheinlich nicht... Haben wir uns das ausgesucht? Ja, natürlich und es ist ein großer Schritt, in vieler Hinsicht, man wird erwachsener, unabhängiger, und vieles mehr. Man lernt fürs Leben.

See ya
❤ Sophie

Montag, 25. Mai 2015

37. Monat Nummer 4

Hallo ihr lieben :)

und schon wieder ist eine Woche rum! Und es auch einiges passiert :D
Am Montag habe ich Kurse gewechselt, nämlich von Englisch zu IELTS. Das ist ein Vorbereitungskurs für das IELTS- Sprachzertifikat. Der Kurs macht richtig viel Spaß und es sind auch andere abwechslungsreichere Themen als im normalen Englischkurs.
Am Mittwoch haben die Geografie Kurse einen Ausflug nach Piha zum Piha Stream gemacht. Es war eigentlich sehr schön, bis wir den falschen Weg genommen haben und einen 10 km langen Umweg gelaufen sind, über schlammbedeckte steile Berge hinauf und hinab. Am Ende waren wir alle voller Schlamm und völlig fertig.
Am Freitag war dann mein Geburtstag :D und es war ein richtig schöner Tag, vielen Dank an alle die ihn unvergesslich gemacht haben!
Ja, was macht man an einen verregneten Sonntagvormittag? Richtig man schaut den Eurovision Song Contest ;) jetzt denkt ihr euch bestimmt ich bin hobbylos, aber ehrlich was soll man bitteschön machen wenns schüttet wie verrückt. Naja, es hat zwischendurch mal kurz aufgehört und ich war mal wieder in der Albany Mall ;)
Und je näher mein Abflugdatum rückt, desto mehr Gefühlschaos herrscht in mir. Zum einen freu ich mich schon mega drauf endlich wieder nach Hause zu kommen, aber mir wird auch immer mehr bewusst das ich Auckland dafür verlassen muss... Ich lass euch jetzt mit meinem Gefühlchaos in Ruhe ;)

See ya
❤ Sophie

Sonntag, 17. Mai 2015

36. Zeit und Pläne

Hallo ihr lieben :)

Nun sind also schon zwei Drittel meiner Zeit in Neuseeland rum, wenn ich bedenke wie schnell allein die letzten 8 Wochen rumgegangen sind, will ich gar nicht dran denken wie schnell die nächsten 8 Wochen rum gehen. Immer wieder mache ich mir Pläne, sowohl für Deutschland wenn ich wieder zuhause bin, als auch für Neuseeland... und dann realisier ich erst das ich da ja gar nicht mehr da bin :o und ganz ehrlich ich weiß nicht wirklich was ich davon halten soll. So oft wurde ich schon gefragt, wie lange bleibst du denn noch? Bis Juli, das dauert ja noch Ewigkeiten. Wenn ich dann realisiere das in 2 Wochen ja schon der 01. Juni ist, erschreck ich doch ein bisschen. 
Aus diesem Grund hab ich mir nun andere Pläne gemacht: Ich will die Zeit genießen und Spaß haben, meinen Geburtstag feiern und einfach noch das schöne Wetter genießen, bevor es bald kalt wird. Eigentlich wollte ich ja noch reisen, nach Hobbiton und zur Coromandel Halbinsel, aber ich möchte die Zeit mit meinen Freunden hier noch so gut wie möglich nutzen. 
Meine Pläne für Deutschland sehen anders aus, denn in Deutschland hab ich ja keine begrenzte Zeit, wie hier in Neuseeland. Aber ich möchte reisen, mir wurde hier in Neuseeland bewusst wie wenig ich doch von Deutschland gesehen habe. Dafür musste ich 18000 km weit reisen, damit mir das klar wird. Dann möchte ich natürlich noch den Sommer und die Sonne genießen ;) Und ich brauch ordentliches Essen. Hier gibt es keine ordentliche Pizza (komische italienische Restaurants, haben keine Pizzen) geschweige denn normale Brötchen (Meistersemmeln), nur Baguette (sogar in der Bäckerei). Und nach den Ferien will ich dann mit mehr Motivation in die Schule gehen.
Und irgendwann möchte ich all meine Freunde in Südamerika, Belgien, ... besuchen und natürlich auch nach Auckland zurück kommen, denn die Stadt Auckland ist jetzt mein zweites Zuhause geworden ;)

Damit entlasse ich euch in den Sonntag :D

See ya
Sophie

Sonntag, 10. Mai 2015

35. Was mir Auckland gezeigt hat...

Hallo, ihr lieben :)

Wisst ihr, ich freu mich auf Deutschland, sehr sogar, endlich wieder meine Familie und Freunde zu sehen, endlich wieder nach Hause zu kommen. Aber andererseits ist mein zu Hause auch hier in Auckland, ich habe auch Freunde hier in Auckland, ich kenne einige Seiten Aucklands und lerne fast täglich neue kennen. Gestern zum Beispiel bin ich zum ersten mal mit einem Zug durch Auckland gefahren. Für die Leute die in einer Großstadt wie Auckland leben ist es wahrscheinlich normal mit dem Zug, der S-Bahn oder der U-Bahn von A nach B zu kommen. In Auckland nicht, es gibt vier Zug Linien, und sie führen vom Britomart im Stadtzentrum aus in verschiedene Richtungen, aber keine führt nach Norden ins North Shore. Eigentlich find ich das ja auch ganz gut, denn der Busverkehr ist eh viel besser ausgebaut und man braucht nicht Ewigkeiten zu warten bis der Zug kommt ;) diese fahren nämlich nur alle 30 min und der Bus alle 15 min. Gestern hab ich auch entdeckt das Auckland nicht nur aus den dicht besiedelten Wohnvierteln besteht, sondern auch mitten in der Stadt ein neuseeländischer Bush ist. Ich hab so einige Facetten von der Metropole im Pazifik gesehen, aber bei weitem noch nicht alle. Ich glaub um Auckland richtig kennen zu lernen braucht man mindestens zwei Wochen lang nur unterwegs sein in Auckland ;) Für mich ist Auckland Heimat geworden und diese Heimat werd ich auch vermissen ;) Auckland oder allgemein Neuseeland hat mir gezeigt das ich manchmal einfach zu hektisch und verplant bin und dann hab ich mich gestern einfach mal eine halbe Stunde in die Sonne gesetzt und gar nichts getan, wie viele andere auch. Auckland hat mir gezeigt, das auch eine Großstadt entspannt sein kann. Ich hoffe ich kann diesen entspannten Lebensstil mit nach Hause nehmen und dort ein bisschen Auckland- Feeling haben.

Mt. Maunganui

Ich hoffe es war nicht ganz so verwirrend ;)

See ya
Sophie

Sonntag, 3. Mai 2015

34. Wochenende in Rotorua und mehr

Hallo ihr Lieben :)

letztes Wochenende war ich in Rotorua, ein richtig schöner Ort, umgeben von aktiven Vulkanen. Dadurch das ANZAC-Wochenende war, hatten wir zusätzlich einen weiteren Tag voller Aktivitäten.
Los gings also am Freitag, da sin wir dann Ewigkeiten nach Rotorua gefahren, die Fahrt war echt schrecklich lang und langweilig. Abends angekommen sind dann einige in die Stadt und einige nur in den Supermarkt und etwas zu essen (zu holen). 
Am Samstag gings dann nach Mt. Maunganui, einem Vorort von Tauranga. Dort hatten wir ein paar Stunden Freizeit wo wir den Berg Mt. Maunganui erklimmt haben und danach essen waren. Am Nachmittag ging es dann zurück nach Rotorua und zu Skyline Luge. So etwas habe ich auch schon in Queenstown gemacht, aber die Strecken und der Spaßfaktor waren in Rotorua einfach viel höher ;)
Mt. Maunganui
Der Sonntag war für mich definitiv der beste Tag, zuerst waren wir im Geothermalwunderland und haben einen Geysir beim Ausbruch zugesehen. Dieser bricht übrigens jeden Tag um 10.15 Uhr aus. Danach ging es weiter nach Taupo. Zuerst haben wir einigen beim Bungy Jumpen zugeschaut und danach gings weiter in die Innenstadt was essen. Für einige ging es dann noch zum Jet Boating. Wir waren dann noch bei den Huka Falls und einer Honigverkostung. Abends gab es dann noch ein Barbecue.
Lady Knox Geysir
Devils Bath
Am Montag ging es für einen Teil der Gruppe noch in ein Maori Dorf und für den anderen Teil zum White Water Rafting. Ich war mit im Maori Dorf, an sich ist es schon interessant, aber leider war unsere Guide nicht wirklich freundlich und geregnet hat es auch noch. Dadurch das die Führung draußen stattgefunden hat, waren wir alle klatschnass. Im Nachhinein hätte ich lieber White Water Rafting gewählt. Zuletzt ging es noch zum den Waitomo Glowworm Caves, es war zwar interessant aber ich hatte mir mehr erhofft, zumal unsere Guide auch ziemlich gelangweilt war. Leider durften wir dort keine Bilder machen. Danach hieß es schon Abschied nehmen.

Dieses Woche war eigentlich nichts spannendes, bis auch das Wochenende. Am Freitag haben ein paar Leute vom Rotorua Trip eine kleine Party veranstaltet und gestern waren wir dann noch alle zusammen Basketball spielen. Ich hatte insgesamt also zwei gelungene Wochenenden ;)

So langsam fange ich auch an die Zeit zu schätzen da ich ja in 10 Wochen schon wieder zu Hause bin :o Mir kommt das immer noch so mega unreal vor und ich wünschte ich könnte die Zeit einfach anhalten.

See ya
Sophie